Cybersecurity Tipps, um die eigene Website zu schützen


Cybersecurity Tipps, um die eigene Website zu schützen

Dass das Internet einiges an Gefahren bergen kann, ist mit Sicherheit kein Geheimnis mehr. Lange vorbei sind die Zeiten, in denen das Netz allenfalls genutzt wurde, um sich lustige Bilder oder kurze Videoclips anzuschauen. Als Schaltstelle für alles von der Banküberweisung bis zur Schulstunde sind wir heute für alles mögliche Online.

Dementsprechend wächst auch die Angriffsfläche, die wir Hackern und anderen unliebsamen Augenpaaren bieten. Das gilt nochmal besonders für Leute, die ihre eigenen Webseiten unterhalten. Wer Zahlungsinformationen oder Stammdaten von anderen im Netz benutzt, oder diese auf einer eigenen Seite speichert, der vertraut auch immer darauf dass diese wichtigen Daten nicht in den falschen Händen landen. Für manche Betrüger reichen aber schon ein paar Eckdaten aus, um unheimliches Chaos anzurichten, dass sich nur langsam reparieren lässt. Wir haben ein paar handfeste Tipps zusammengestellt, wie man die eigene Website besser schützen kann.

 

Vorsichtiger Umgang mit sozialen Medien

Das Social Media Verhalten von angehenden Politikern, und Job-Bewerbern wird ihnen allzu regelmäßig zum Verhängnis. Ein kurzer Blick in die Medien reicht, um sich zu vergewissern dass ein vorsichtiger Umgang mit Facebook und Co. nur dazu beitragen kann, dass man sich bei der Fernsehdebatte oder dem Bewerbungsgespräch nicht mit peinlichen Aussagen, Videos oder Fotos konfrontieren lassen muss. Ein umsichtiger Umgang mit den sozialen Medien ist aber nicht nur auf beruflicher Ebene klug, sondern auch wenn es um sensible Daten geht. Für Betreiber von Webseiten gilt dies nochmal doppelt, denn Hacker sind besonders gewieft darin, private Daten zu benutzten um Zugänge und Passwörter zu knacken. Wer eine oder mehrere Seiten betreibt, und sollte nur äußert bedacht mit persönlichen Informationen und Details umgehen.

 

Einen Passwort Manager benutzen


Passwort Manager setzen sicher immer mehr durch, und das zu Recht. Die meisten Menschen neigen dazu, einfach zu merkende Passwörter zu benutzen, um diese dann am liebsten auf mehreren Plattformen gleichzeitig zu verwenden. Wenn das Passwort fürs Online Banking aber das gleiche wie für das geliebte Online Spiel ist, sind Missetäter direkt einen Schritt näher an Kontoinformation und anderen sensiblen daten. Passwort Manager generieren und speichern komplizierte Passwörter und lassen Nutzer diese bequem verwalten. Dieses Tool ist für Seitenbetreiber besonders nützlich, da es oft die sogenannten Admin Logins sind, die einem zum Verhängnis werden. Wie der Name Manager schon vermuten lässt, kümmern sie sich um das, was Nutzer nur zu gerne vergessen.

 

Disziplin beim Klicken

Die Ära in der stümperhafte Spam Mails versendet wurden, um Besitzer von Webseiten zu überzeugen ihre Daten preiszugeben, ist längst vorbei. Gewiefte Hacker und Cyberkriminelle verfügen heute über ein breites Sortiment an Waffen, um Internetnutzer auszutricksen. Besonders beliebt sind gerade SMS, die so tun als würden sie Pakete ankündigen, dabei aber in Wirklichkeit aber zu sogenannten Phishing Seiten führen. Andere Seiten arbeiten mit provokativen Bildern und Schlagzeilen, um undisziplinierte Surfer reinzulegen. Deshalb heißt es, Vorsicht beim Klicken von eigenartigen Links.

 

Einen VPN benutzen

VPN steht für Virtual Private Network, und ist eines der geläufigsten Werkzeuge um sich heute im Netz zu schützen. VPNs bieten Nutzern auch die Möglichkeit, Inhalte aus aller Welt zu lesen und zu streamen, aber eine der Hauptfunktionen von einem guten VPN ist der Schutz der Privatsphäre. Internetanbieter und Regierungen können ohne weiteres nachverfolgen, auf welchen Seiten sich Menschen herumtreiben, wenn diese sich nicht ausreichend schützen. Ein VPN verwischt nicht nur digitale Spuren von Nutzern wenn diese von zuhause aus surfen, sondern funktioniert auch als digitales Schutzschild bei der Nutzung von öffentlichen WLAN Netzwerken. Besonders für Admins und Betreiber sind VPNs von Nutzen, da sie auch für sie einen gewissen Schutz gewährleisten können.

VPN-Netzwerk

Bildquelle: Unsplash

Kein Schloss? Keine Geschäfte

Aufmerksame Nutzer werden mit dem kleinen Symbol von einem Schloss vertraut sein, dass in den meisten Browsern in der Adresszeile angezeigt wird. Dieses Schloss dient nicht Dekorationszwecken, sondern ist ein wichtiges Mittel um sichere Seiten identifizieren zu können. Websites deren Namen mit dem Kürzel “https://” beginnen, benutzten sichere Protokolle bei der Übertragung von Information. Dies ist besonders wichtig wenn es um das immer beliebte Online Shoppen geht, da hier regelmäßig Zahlungsinformationen und Stammdaten eingegeben werden. Wer eine E-Commerce Seite betreibt, sollte unbedingt auf das sicherere https wechseln, und dem Schutz von Kundendaten zu gewährleisten. Aufmerksame Nutzerinnen und Nutzer von E-Commerce Seiten sind es auch gewohnt, nach dem Schloss in der Adressleiste zu suchen, und ein fehlendes Sicherheitsprotokoll kann im schlimmsten Fall leider auch zu verpassten Verkäufen für Betreiber führen.

 

Vorsicht bei Rechnungsverkäufen


Wer sich im Bereich E-Commerce bewegt und von einer eigenen Webseite Produkte verkauft, der sollte sich gut überlegen ob Rechnungskauf zugelassen wird. Auch wenn es für manche Kundinnen und Kunden besonders praktisch ist, den Verkauf ohne Vorkasse zu erlauben, gehen Betreiber von Seiten ein erhebliches Risiko mit diesem Bezahlmethode ein. Empfehlenswerter ist die Benutzung von einem der gängigen Bezahlsysteme, oder gleich auf Vorkasse bei Verkäufen über die Webseite zu bestehen.

 

Seriöse Server

Für eine Webseite ist der Serverplatz so etwas wie das digitale Fundament auf dem alles andere aufbaut. Server beherbergen nicht nur die Infrastruktur von einer Internetseite, sondern stellen auch einen maßgeblichen Teil der Sicherheitssysteme, die Inhalte und Daten auf der eigenen Seite schützen sollen. Leider sind nicht alle Anbieter für Serverplatz gleichsam seriös, weshalb sich eine eingängige Recherche vor jedem Vertragsabschluss immer lohnen wird. Besonders die billigsten Anbieter verfolgen teilweise noch andere Motive, als nur brav Serverplatz zur Verfügung zu stellen.

Mann, der einen Computerbildschirm mit Code betrachtet

Bildquelle: Unsplash

Gute Antiviren Programme

Dieser Tipp hat mittlerweile schon richtig Tradition, denn Computerviren begleiten uns eigentlich schon so lange wie der Computer selbst. Auch wenn viele Betriebssysteme für Computer und mobile Geräte heute absolut passablen Virenschutz bieten, geht immer noch nichts über ein gutes Antivirenprogramm. Ist man als Person nämlich erstmal als Betreiberin einer bestimmten Seite für andere identifizierbar, wird man leider auch oft zur Angriffsfläche. Hersteller von Virenschutz beschäftigen große Teams von Expertinnen damit, auf dem neuesten Stand zu bleiben wenn es um drohende Gefahren aus dem Netz geht. Ein solider Virenschutz läuft unauffällig im Hintergrund und filtert suspekte Inhalte automatisch aus. Gängige Versuche an Admin oder Kundendaten zu kommen, wie zum Beispiel die beliebten Trojaner, werden von einem guten Virenschutz sofort identifiziert.

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